“Noch bin ich nicht müde geworden, noch kann ich mich in einem meiner Träume verfangen oder irrlichternd hinausrasen auf sternenüberdachte Straßen.”

Neuste Beiträge
Brach liegt das Herz
Brach liegt das Herz – nur Schatten hat es gekannt. Was mag es noch vollgießen mit sattem Jauchzen? Und erblüht es nimmer vor dem letzten Abend, sei gewiss: hell erstrahlt’s in Gottes Schoße.
Sturm
I Ein Sturm zieht auf – ich kann es an der Farbe des Himmels erkennen. Werden uns Blitze auseinandertreiben? II Aufbrechende Wolken über Allem – und ich trage ein letztes Gedicht auf meinen Lippen. Soll ich es dir zuflüstern? III Regen spült unsere Träume hinfort. So können wir endlich neu beginnen, mit noch geschlossenen Augen.
Das hohe Fest
Erwache aus tiefster Erschöpfung! – die Blutschale ist leer. Tropfen für Tropfen sie sich neu füllen will zum Fest der Erneuerung & Hoffnung. Auch die Wurzeln wollen tieferragen hinein in einen Sinn. Das Kreuz am Wegesrand gemahnt: „Du bist erlöst! Ich habe die Last für dich getragen.“
Neue Glücksversuche
In der Ferne leuchten neue Ufer und schrill gellen Schreie zum Himmel auf, Lockrufen gleich. Die Nacht ist erfüllt von Vergnügungssucht. Zwischen Zuckerwatteparadiesen und Tanzpavillons suchen unsere Blicke einander. Sie wollen verschmelzen zu einem innigen Wir. Auch in kleinen Behausungen, durchdrungen von Stille und Glühbirnenlicht, wird das Glück gewagt. An manchen Tagen genügt eine gelungene Zeile.
Neue Filme II
I „Willst ‘n Film?“ Die Frage kommt aus einer dunklen Ecke. Jemand sitzt dort und hat mich im Visier. Gerade heute bin ich aufgeschlossen für neue Wagnisse. Und warum nicht ‘nen Film einwerfen, von dem ich nicht weiß, welche Bilder er mir ins Gedächtnis brennen wird? „Hab ’n paar blaue Filme. Oder wie wär’s mit ’nem esoterischen Trip?“ Die Flamme…