“Noch bin ich nicht müde geworden, noch kann ich mich in einem meiner Träume verfangen oder irrlichternd hinausrasen auf sternenüberdachte Straßen.”

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Nachricht aus dem Zwischenraum V
Regen prasselt auf die Straßen, auf die Häuserdächer, auf parkende Autos. Juliregen, der die Hitze wegspült. Und drinnen, in den Zimmern, treten die Spuren meines täglichen Treibens hervor, wie kleine Mahnmale, die mich an etwas erinnern wollen, dem ich nur gewahr werde, wenn ich nähertrete und genau hinschaue. An manchen Tagen bin ich mutig genug die Wirklichkeit anzublicken. An anderen…
Trage den Schmerz
Trage den Schmerz, dein nie-geborenes Kind, hinaus ins Licht. Und zerbricht er im Licht, lass weiße Rosen blüh’n, wo der Schmerz einst wohnte.
Die Wiege
Die Wiege ist gefüllt mit Tränen. Deine Opferjahre hast du verlebt mit süß-schwerem Schein. Ein letzter Stern leuchtet am verdunkelten Himmel – er will dich ermahnen. Zitternd fragst du unter seines Blickes Gewalt: Was kann jetzt noch sein?
Brach liegt das Herz
Brach liegt das Herz – nur Schatten hat es gekannt. Was mag es noch vollgießen mit sattem Jauchzen? Und erblüht es nimmer vor dem letzten Abend, sei gewiss: hell erstrahlt’s in Gottes Schoße.
Blick & Gegenblick II
Zwei Blicke miteinander verschmelzend Blick und Gegenblick im Licht der aufbrechenden Herzmauer sanft geküsst von Ewigkeit & uraltem Rätsel.