“Noch bin ich nicht müde geworden, noch kann ich mich in einem meiner Träume verfangen oder irrlichternd hinausrasen auf sternenüberdachte Straßen.”

Neuste Beiträge

Trage den Schmerz

Trage den Schmerz, dein nie-geborenes Kind, hinaus ins Licht. Und zerbricht er im Licht, lass weiße Rosen blüh’n, wo der Schmerz einst wohnte.

Letzte Schlacht

Es wartet eine letzte Schlacht. Du schärfst deine Klinge und sprichst Gebete. Nur leere Straßen geleiten dich. Und kehrst du heim als Sieger, lass selig nahen deine ewige Nacht.

Brach liegt das Herz

Brach liegt das Herz – nur Schatten hat es gekannt. Was mag es noch vollgießen mit sattem Jauchzen? Und erblüht es nimmer vor dem letzten Abend, sei gewiss: hell erstrahlt’s in Gottes Schoße.

Die Wiege

Die Wiege ist gefüllt mit Tränen. Deine Opferjahre hast du verlebt mit süß-schwerem Schein. Ein letzter Stern leuchtet am verdunkelten Himmel – er will dich ermahnen. Zitternd fragst du unter seines Blickes Gewalt: Was kann jetzt noch sein?

Sturm

I Ein Sturm zieht auf – ich kann es an der Farbe des Himmels erkennen. Werden uns Blitze auseinandertreiben? II Aufbrechende Wolken über Allem – und ich trage ein letztes Gedicht auf meinen Lippen. Soll ich es dir zuflüstern? III Regen spült unsere Träume hinfort. So können wir endlich neu beginnen, mit noch geschlossenen Augen.