Erschüttern

In sich verdunkelnden Stunden

schaue ich zum Himmel auf

und kehre doch nur ratlos

zurück in mein Zimmer,

wo ich das vertraute Weiß

der Wände erblicke.

Und wenn ich innerlich

erschüttert bin

von meiner Ratlosigkeit,

dann ist es dein Ruf,

der mich daran erinnert,

dass ich mehr sein kann,

als zorniges Gesicht.

Ein Frühling kann ich sein,

der kalte Winternächte

vergessen macht.

Ein Leuchten kann ich sein,

etwas Heiliges vielleicht,

wenn ich nur deinem Ruf folge.

Du rufst unerlässlich,

und ich fürchte mich davor.

Denn ich weiß: dein Wille

führt auf neue Wege.

Doch ich bin der Zögernde,

der nicht vertraut

und auf seine zitternden

Hände blickt.

Du aber rufst unerlässlich.

Du gibst nicht auf.

Du glaubst an mein Wirken.

Auch das erschüttert mich.

Deine Güte erschüttert mich,

deine Liebe.

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