Ein neuer Tag ruft. Die Sonne reißt meine Augen auf. Es gibt nichts zu tun, das den Lauf der Dinge ändern würde. Alles, was wir schaffen, wird Opfer der Vergänglichkeit. Ist aber kein Grund wie Engel der Trübsal die Flügel hängen zu lassen oder in die Arme heilversprechender Tröster zu fallen. Ich leg lieber eine Platte auf. Charly Parker oder Shostakovich. Ich lese lieber ein paar Zeilen von Bukowski und setz ‘n Schein auf ein Pferd im Laurel Park. Denn was bleibt, wenn der kosmische Gigant uns verschlingt? Was bleibt nach dem großen Sturm? Was bleibt von Liebesbekundungen? Was bleibt vom Tagewerk? Auch diese Zeilen werden verschlungen von der Vergänglichkeit. Doch solange ich kann, tippe ich weiter. Nicht zum Trost, sondern zum Trotz.