Die kommenden Tage

Wir schlurfen die Flure entlang, beladen mit dem Grauen der Zeit.

Wie viel können wir tragen, mit unsrer Haltung der Achtlosigkeit?

Der letzte Vorhang zieht auf, geflutet werden uns’re Tragödienaugen.

So ertrinken wir in unsrer Apathie, um weiter hinab zu tauchen.

Am Übergang des Schattenrisses zeichnen wir die Wende.

Wenn Welten kollidieren, herrscht beides: Ein Anfang und ein Ende.

Das mechanische Herz versteht die Liebe nicht – was liegt ihm dran?

Von süßen Nebeln umhüllt fallen wir tiefer & tiefer in des Spiegels Bann.

Wellen von Euphorie und Verzweiflung wechseln wie Tag und Nacht.

So werden wir blind für jene Gewalt, die heimlich über uns wacht.

Das Abendgrauen der Menschheitstage bricht nun an.

Jedes Fest das wir feiern ist ein Fest des Untergangs.

Taumelnd und berauscht vom Theater der Sinne der Süchte

Folgen wir dem blendenden Grell anstatt dem inneren Lichte.

Uns bekümmern nicht die kommenden Tage – wir leben den Augenblick.

Doch bitteres Erwachen wird folgen auf jenes trügerische Glück.

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