I
Zuhause wartet ein Stapel ungelesener Bücher. Und draußen lacht die Sonne über unsere schwitzenden Körper. Ein Menschenleben kann wie ein Blinzeln sein – es geht unbemerkt vorüber.
II
Müdigkeit liegt auf mir, wie eine schwere Decke. Ich möchte sie abstreifen, doch meine Kräfte versagen. Langsam atme ich ein. Atme den Staub, der heimlich den Raum bewohnt. Mikroskopisch kleine Wesen besiedeln meine Lungen.
III
Das Leben hat an Reiz verloren. Es gibt keine dringende Frage mehr, die beantwortet werden muss. Die Räume werden enger. Sie tragen ein schreckliches Potenzial in sich. Und alles, was bleibt, ist die Flucht nach innen.
IV
Festhängen im Zwischenraum. Es gibt keine Dringlichkeit. Ich schaue in mich selbst hinein und schaue doch nur durch mich selbst hindurch. Die Wände bleiben kahl. Der Tag ist ein entseeltes Grau.