Nachricht aus dem Zwischenraum V

Regen prasselt auf die Straßen, auf die Häuserdächer, auf parkende Autos. Juliregen, der die Hitze wegspült. Und drinnen, in den Zimmern, treten die Spuren meines täglichen Treibens hervor, wie kleine Mahnmale, die mich an etwas erinnern wollen, dem ich nur gewahr werde, wenn ich nähertrete und genau hinschaue. An manchen Tagen bin ich mutig genug die Wirklichkeit anzublicken. An anderen Tagen lasse ich sie verhüllt von Hoffnungsfantasien. Heute ist kein Tag für Heldentaten. Auch der Trip meines Lebens beginnt nicht heute. Und doch spüre ich den Sog kommender Ereignisse. Etwas naht heran. Etwas Gewaltiges vielleicht. Ich gleite in ein neues Schicksal.

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