An einer Straßenecke macht es Klick!
Vielleicht ist‘s das Licht der Abendsonne, das sanft auf den Fassaden der Häuser liegt. Vielleicht ist‘s dieser Geruch, der mich an gebrannte Mandeln erinnert. Egal was es ist, ich fühle mich plötzlich wach, wie jemand, der zu lange geträumt hat und nun in die Wirklichkeit zurückkehrt. Ich stehe dieser Wirklichkeit gegenüber, ohne Notwendigkeit für versöhnliche Worte. Denn ich weiß: Sie verzeiht alles. Sie erlaubt alles. Sie fordert noch nicht einmal mein Weiterleben. Sie will mir sagen: Du hast kein Schicksal zu erfüllen.
Und wohin geht ein Mann ohne Schicksal?
Aus einem offenstehenden Fenster dringt das schallende Lachen einer heiteren Seele. Ich muss selbst lachen, so herzlich erklingt es. Vielleicht hat gerade jemand den großen Witz des Lebens verstanden. Ich trage das Lachen mit mir, trage es durch die Straßen, um auch andere damit anzustecken. Und ist schließlich die ganze Stadt davon erfüllt, werden bald alle Lungen erschöpft sein. Dann bleibt keine Luft mehr für belangloses Gerede, für Streitgespräche und Hasstiraden. Dann bleibt nur noch die Rückkehr zum ruhigen Atmen, zum Pochen des beglückten Herzens und der einkehrenden Stille, die sich wie eine behütende Decke über den Nachmittag legt.