Jungblütige Stadtschwärmer torkeln die Neon-Straßen entlang, verfolgt vom Fettgeruch der noch spät geöffneten Imbissbuden. Durch das Wohnviertel rollt still der leere Nachtbus, ein leuchtendes Gespenst, auf der Suche nach umherstreifenden Seelen. Fernsehgeplapper dringt aus offenstehenden Fenstern, während Radarfallen auf den nächsten Schuss warten und die Verschwörer verschanzt bleiben in ihren Verstecken. Irgendwo dazwischen bin ich, mich vorwärts tastend durch diese sich ausdehnende Übergangszone, die kein Gestern mit einem Morgen verbindet, die nicht von der Einsamkeit in die Zweisamkeit führt, über der nur Donner ohne sich entladende Blitze schwebt. Und wenn ich einfach stehen bleibe und lausche? Wird jemand tröstende Worte flüstern? Werde ich selbst diese Worte formulieren? Ich schaue zu einem der zahllosen Stadtfenster auf, hinter dessen Vorhang gerade das Licht erlischt. Dann suche ich einen ersten Satz. Etwas Tröstliches. Nur für mich.