Tragsamkeit

Der Abend nagt an deinen Knochen –

wie erlösend

die Nacht sein könnt‘.

Doch deine Augen brennen brennen

immerzu –

kein süßer Schlaf.

Geheimnisse vertraust du dem Zimmer an

deinem stillen Beichtsaal –

die erhoffte Erlösung aber bleibt aus.

Sich mit allem versöhnen, das braucht Kraft.

Alles annehmen, auch

den verklingenden Enthusiasmus.

2 Gedanken zu “Tragsamkeit

    1. A.M.N. sagt:

      Vielen Dank. Der Begriff „Tragsamkeit“ existiert in der deutschen Sprache gar nicht. Das Wort „tragsam“ verwendet Friedrich Nietzsche jedoch im Kapitel „Von den drei Verwandlungen“ im Buch „Also sprach Zarathustra“. Tragsamkeit deute ich als Fähigkeit die Schwere des Daseins geduldig hinzunehmen.

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